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Fortsetzung

Mar. 16th, 2009 | 10:16 am

folgt hier!

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Eine tolle Neuigkeit:

Mar. 12th, 2009 | 12:37 pm

Lernen bringt nichts. GAR NICHTS. Oder warum bin ich in der 2. Strafrechtsklausur, für die ich circa zwei Tage gelernt hab, bei der ich ein Problem komplett übersehen und das andere blöd begründet habe, BESSER als in der 1. Strafrechtsklausur, für die ich ZWEI MONATE gelernt hab, ALLE Probleme gesehen und gelöst habe?!
Das sind wirklich großartige Neuigkeiten für's kommende Semester.

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Gelesen: Laurence Sterne, Life And Opinions of Tristram Shandy

Mar. 10th, 2009 | 10:20 am

"So much for my chapter upon chapters, which I hold to be the best chapter
in my whole work; and  take my word, whoever reads it, is full as well
employed , as in picking straws."

Ich lasse Autoren im Grunde vieles durchgehen. Aber was Sterne geschrieben hat schlägt dem Fass wirklich den Boden aus. Zunächst einmal ist der Titel des "anti-novel" schon irreführend. Der liebe Tristram wird erst auf Seite 201 (von etwa 450) geboren. Es liegt auf der Hand, dass es nicht sein Leben sein kann, das da so ausufernd geschildert wird.
In erster Linie geht es um seinen Vater Walter Shandy mit einem Faible für Nasen, seinen Onkel Toby, der gemeinsam mit seinem Bediensteten Trim Kriegsschauplätze nachstellt. Tristrams eigenes Leben zeigt sich nur in einer kurzen Episode, in der er durch Frankreich reist.
Die Kapitel sind höchstens vier Seiten lang. Das kürzeste besteht aus nur einem Satz. Die ganze Sache wird dadurch aber nicht einfacher, da Sterne keinen Wert auf eine stringente Handlung legt. Er würfelt die Anekdoten durcheinander, lässt zwei Kapitel auch einfach mal leer, um sie dann einige Seiten später nachzuholen (sehr eindrucksvoll dokumentiert Sterne dies selbst in einer Art Handlungsskizze am Ende des achten Buchs).
Auch sein Satzbau zwingt den Leser dazu, ständig auf der Hut zu sein. Der gute Laurence scheint etwas gegen Anführungs- und Schlusszeichen gehabt zu haben. Sätze die nach folgendem Schema aufgebaut sind, sind keine Seltenheit: Wörtliche Rede, Hauptsatz, Nebensatz, Nebensatz, wörtliche Rede.
Es ist ein großartiges Buch. Kein Zweifel. Wikipedia sagt allerhand über seine Bedeutung als Vorläufer zum Bewusstseinsstrom. Und es ist witzig.
Aber nun ja. Ich liebe eben Romane. Gebt mir einen 500 -seitenlangen Charles Dickens und ich bin glücklich. Ich brauche einen Anfang, einen Spannungsbogen zum Höhepunkt hin und dann einen ordentlichen Schluss.
Einige Kapitel (das Nasenkapitel zum Beispiel) mochte ich sehr. Aber insgesamt fand ich dieses Buch anstrengend. Trotzdem sollte man es lesen.

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Ergebnisse.

Mar. 5th, 2009 | 11:12 am

Die Zwischenprüfungsnoten trudeln endlich ein. Es sind noch nicht alle da, aber trotzdem hab ich schon bestanden. Was ich gelernt habe:
- 60-minütige Klausuren sind Mist.
- Zweistellig bestehen ist schön.
- Aber auch vier Punkte sind völlig ausreichend (bestanden ist bestanden).
- Baurecht lernen lohnt.

Jetzt gönne ich mir noch eine Woche Ferien und dann setze ich mich an die Hausarbeit.

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Mein Lesemonat Februar

Mar. 1st, 2009 | 10:43 am

Seit diesem Jahr führe ich eine Leseliste. Damit ich den Überblick behalte und genaue Angaben machen kann, wenn ich auf der Straße mal für die Umfrage "Wie viel lesen die Deutschen?" angequatscht werde.  Und dieser Februar war ziemlich erfolgreich. Auf jeden Fall hab ich schon mal für den März vorgearbeitet, in dem ich mich wahrscheinlich vor allem mit Literatur für die Hausarbeit beschäftigen werde.
Das Glanzlicht des Monats kann ich nicht eindeutig bestimmen. Der Gatsby vielleicht oder der Steinbeck. Eher Steinbeck.
Der Oscar in der Kategorie "Das hättest dir auch sparen können" geht dafür glasklar an On Beauty.
Ansonsten bemerkenswert: Ich habe nach langen Jahren endlich mein Alice im Wunderland- Trauma überwunden!

Februar

8. Lewis Carroll, Alices Abenteuer im Wunderland ****

9. Stephen Fry, Moab is my washpot ***** <3

10. Flann O’Brien, In Schwimmen-Zwei-Vögel ****

11. P.G. Wodehouse, Thank you, Jeeves *****

12. P.G. Wodehouse, The Code of the Woosters *****

13. P.G. Wodehouse, The Inimitable Jeeves *****

14. F. Scott Fitzgerald, The Great Gatsby ****

15. Stephen Fry, The Hippopotamus **** (ein Stern Abzug für die Pferdeszene)

16. Adam Langer, crossing california ***

17. John Steinbeck, Im Tal des Himmels *****

18. Zadie Smith, On Beauty **

19. Ian McEwan, Saturday *****


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Gelesen: Ian McEwan, Saturday

Mar. 1st, 2009 | 10:28 am

"Gewohnt, die eigenen Stimmungen zu beobachten, wunderte er sich über seine anhaltende,
alles verzerrende Euphorie. Vielleicht hatte es, während er schlief, auf molekularer Ebene
einen chemischen Unfall gegeben- ein Tablett mit Flüssigkeiten,
die verschüttet werden und dopaminerge Rezeptoren veranlassten,
eine Kaskade erfreulicher intrazellulärer Ereignisse auszulösen,
vielleicht aber lag es auch nur an der Aussicht auf den vor ihm liegenden Samstag oder an
den paradoxen Folgen seiner extremen Müdigkeit."

Beinahe den ganzen Samstag hab ich damit verbracht über Henry Perowne zu lesen, einen Neurochirurgen, der wiederum einen sehr ungewöhnlichen Samstag verbringt.
Die Erwartungen zu Beginn ziemlich groß, denn "Atonement" ist eins meiner Lieblingsbücher und "The Cement Garden" war ebenfalls grandios.
Und McEwan hat mich nicht enttäuscht! Natürlich war es unmöglich "Atonement" zu übertreffen. Und ich gebe auch Nick Hornby recht, der in einer Kolumne mal geschrieben hat, dem Buch würden die kaputten Typen fehlen (ein Neurochirurg, seine Frau Anwältin, ihr Vater Dichter, die Tochter Dichterin, der Sohn Bluesmusiker -> verflucht perfekte Familie, oder?). Aber hey: Trotzdem wird es nicht langweilig. Was vor allem an McEwans Sprache liegt. Ich finde, damit gehört er wirklich zu den besten Autoren unserer Zeit.

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Gelesen: Zadie Smith, On beauty

Feb. 28th, 2009 | 11:27 am

"I wonder whether movie snow costs a million dollars a week to clear."
"Blimey- that much."
"That much."
"That's a shitload."
"Quite."

Okay. Auf dem Cover steht etwas von "Wonderfully funny" und "Shortlisted for the Man Booker Prize 2005". Aber was soll ich sagen: Ich mag's nicht.
Das Buch handelt von zwei reichlich neurotischen Familien. Die Väter sind beide Professoren für Kunstgeschichte, schreiben zufällig beide ein Buch über Rembrandt und sind politisch vollkommen gegensätzlicher Auffassung. Als dann die eine Familie aus England nach Massachusetts kommt, geht das Drama natürlich los. Ich nenne nur Stichworte: Affären, Krebs, Tod, Ehrgeiz.
Zum Ende hin gab es ein paar Seiten, die mir wirklich gefielen. Da dachte ich: "Ha, jetzt bekommen diese Idioten endlich was sie verdienen." Aber leider entschädigen diese paar Seiten nicht für die ca. 400 vorhergehenden.
Weder ist das Buch besonders witzig, noch originell und außerdem hat mir die Autorin auch die Lust auf E.M. Foster versaut, denn sie schreibt im Vorwort, es sei eine "hommage" an ihn.
Na Prost Mahlzeit!

 

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Gelesen: Adam Langer, crossing california

Feb. 20th, 2009 | 01:58 pm

"Am Tag nachdem in der US-Botschaft von Teheran etwa siebzig Amerikaner als Geiseln genommen worden waren, blieb Jill Wasserstrom an der Ecke North Shore und California Avenue stehen
und ließ sich noch einmal durch den Kopf gehen, was sie Lana Rovner im Hebräischunterricht an der KINS während der Pause stolz erzählt hatte."


Chicago, Ende der 70, Anfang der 80. Mehrere jüdische Familien aus unterschiedlichen sozialen Schichten, die aber im Prinzip alle mit den selben Problemen zu tun haben. Ein wirklich schönes Buch. Schnell wegzulesen, aber nicht schundig.
Ich mag vor allem die Charaktere, die alle ganz durchschnittlich einen an der Waffel haben. Jill, ein hochintelligentes Mädchen, das nur für politische Verlierer und Mindermeinungen kämpft und es hasst Diskussionen zu gewinnen. Michelle, ihre Schwester, die am liebsten auf der Bühne steht und sich danach Bier und einen Joint genehmigt aber viel klüger ist, als es auf den ersten Blick scheint. Lana, anorektisch, neurotisch und willens "eine Orgie nur für Paare" zu veranstalten. Muley, der vor Erfindungsgeist und Cleverness nur so strotzt und mit Preisausschreiben Geld verdient, damit seine Mum wieder auf's College kann.
Charlie, der Dad von Michelle und Jill, ein bisschen zu gut für diese Welt, der letzten Endes aber doch noch sein Glück findet.
Das einzige Manko an diesem Buch ist der (leider nicht vorhandene) Schluss. Ich hasse es, wenn am Ende lose Fäden übrigbleiben. Ich bin keine Strickliesel, die sich dann die letzten Maschen selbst zusammenklöppelt...

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Gelesen: John Steinbeck, Das Tal des Himmels

Feb. 20th, 2009 | 01:37 pm

"Die meisten menschlichen Leben verlaufen in einer Kurve, in der sich die einzelnen Stadien
deutlich unterscheiden: der ansteigende Ast des Ehrgeizes, ein abgerundeter Scheitel der Reife,
ein sanft absteigender Ast der Ernüchterung und Enttäuschung
und am Ende das flach auslaufende Stück des Wartens auf den Tod."

 
Ich mache gerne Lesegeschwindigkeitsvergleiche. Und ich stelle fest, dass ich für diesen ca. 220 Seiten langen Steinbeck länger gebraucht habe als für das 500 Seiten lange crossing california. Und warum?
Weil ich jedes Wort ausgekostet habe. Manche Seiten zwei- oder sogar dreimal las.
Steinbeck schildert das Leben verschiedener Personen in einem Ort in Kalifornien. Reiche Farmer, scheinreiche Investoren (was für eine Parallele zur Wirtschaftskrise!), arme, aber glückliche Faulenzer, Tortillabäckerinnen die zu Huren werden... Verwobene Schicksale, Leben und Tod usw.
Alles in einer grandiosen Sprache.
Fazit: Mehr Steinbeck lesen!

 

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Gelesen: F. Scott Fitzgerald, The Great Gatsby

Feb. 14th, 2009 | 11:03 am

They were careless people, Tom and Daisy-
they smashed up things and creatures
and then retreated back into their money or their vast carelessness,
or whatever it was that kept them together,
and let other people clean up the mess they had made...

Eine Bildungslücke geschlossen. Gatsby ist wohl einer der bekanntesten modernen Romancharaktere. Der einsame, junge Millionär, der rauschende Partys schmeißt und jahrelang auf seine Daisy wartet und am Ende, naja, ich will den Schluss nicht verraten (falls noch jemand diese Bildungslücke hat und gewillt ist, sie zu schließen).
Ich mochte die Stimmung des Romans (obwohl ich die 113 Seiten eher als etwas zu lange Kurzgeschichte bezeichnen würde. Ein Roman fängt für mich erst bei ca. 250 Seiten an). Das sommerliche, heiße New York, in dem reiche Menschen in großen Autos herumfahren, viel Alkohol trinken und in schwülen Hotelzimmern sitzen.
Aber irgendwie fehlte mir was. Keine Ahnung was. Vielleicht der Schluss. 
 

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